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Das Zentrum: Gestern, heute und morgen.

In seiner Geschichte war das Zentrum für Transformation nicht nur örtlichen sondern vor allem auch inhaltlichen und methodischen Veränderungen unterworfen.

Im Zuge der Überlegungen, die das Hineinwachsen der jungen Bundeswehr in die Übungsaktivitäten der North Atlantic Treaty Organisation (NATO) betrafen, ergab sich erstmalig im Frühjahr 1958, im dritten Jahr des Bestehens der Bundeswehr, die Forderung nach Beteiligung an den großen NATO-Übungen auf oberster Führungsebene. Als erste bot sich die NATO-Übung Lion Bleu an, die vom 17. bis 23.März 1958 im Bereich der „Alliierten Streitkräfte Mitteleuropa“ durchgeführt wurde. Die angespannte Arbeitssituation im Führungsstab der Bundeswehr ließ jedoch nicht zu, die Teilnehmer an dieser Übung dort umfassend und sorgfältig vorzubereiten.

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Die Angehörigen des Stabes für Studien und Übungen der Bundeswehr in Bensberg-Moitzfeld, 1969, in der Mitte sitzend: Oberst i.G. Brückmann. Lupe
Gruppenbild Bensberg 1969

Der "Lehrstab A"

Es wurde - wie häufig in solchen Lagen - nach einer Arbeitsgruppe im nachgeordneten Bereichen gesucht und diese in dem „Lehrstab A“ gefunden, wenig später erfolgte die Umbenennung in Stab für North Atlantic Treaty Organisation (NATO) -Übungen. Ursprünglich wurde also ein Unterstützungselement geschaffen, um große NATO-Übungen für die Bundeswehr vorzubereiten, durchzuführen und auszuwerten. Die zunehmenden Aufträge zur Anfertigung von Stabsstudien als Entscheidungshilfen für das Verteidigungsministerium, später der um die militärisch-fachliche Mitarbeit an Operations-Research-Studien erweiterte Auftrag führten folgerichtig im Jahr 1975 zur Aufstellung des Amtes für Studien und Übungen der Bundeswehr.

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Das Zentrum für Transformation an seinem ehemaligen Standort in Waldbröl aus der Luft fotografiert.Lupe
Zentrum für Transformation der Bundeswehr Waldbröl

Das neue sicherheitspolitische Umfeld

Das neue sicherheitspolitische Umfeld nach dem Ende des Kalten Krieges, Deutschlands wiedergewonnene volle Souveränität im Zusammenhang mit seiner deutlich gewachsenen Verantwortung für Sicherheit haben die Anforderungen an die deutschen Streitkräfte und ihre Leistungsträger drastisch verändert. Mit Blick auf die Analyse- und Studienerfordernisse wurde eine Fähigkeitslücke sichtbar. Die zielgerichtete Weiterentwicklung der Bundeswehr verlangt, frühzeitig die entscheidenden Herausforderungen und Wechselwirkungen unserer Sicherheit zu erkennen und daraus die erforderlichen Fähigkeiten unserer Streitkräfte abzuleiten. Dazu musste das Zentrum weitaus mehr als bisher eigene Expertise und Analysekapazität bereitstellen, in enger Kooperation mit leistungsstarken nationalen und internationalen, militärischen und akademischen Studien- und Analyse-Instituten.

Im Februar 2002 führten diese grundlegenden Lageänderungen zur Umbenennung in Zentrum für Analysen und Studien der Bundeswehr, wobei die Namensänderung nur Indikator eines tiefergehenden Wandels in Selbstverständnis und Aufgabenbereich war.

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Die dynamische Weiterentwicklung des Zentrums

Die dynamische Weiterentwicklung des Zentrums für Analysen und Studien der Bundeswehr zum Zentrum für Transformation unterstreicht deutlich das vorhandene kreative, konzeptionelle Potenzial. Die Bundeswehr und die sicherheitspolitische Kultur der Bundesrepublik Deutschland benötigen solche Denkstätten, in denen Innovation gefördert und belohnt wird. Natürlich hat nicht jeder immer Recht, der in großen Maßstäben denkt und an die Lösung von Problemstellungen mit einem neuen Ansatz herangeht. Manche Vorstellungen werden besseren weichen müssen, andere werden scheitern. Aber es bedarf dieser Freiheit am Zentrum und es gibt sie dort. Zukunftsträchtige Innovation ist nur möglich, wenn auch der Mut zum Experiment vorhanden ist, der Mut neue Wege zu denken.

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Luftaufnahme des Zentrums für Transformation, das sich zusammen mit der Wehrbereichsverwaltung Ost in einem ehemaligen Fliegerhorst in Strausberg befindet.Lupe
Zentrum für Transformation der Bundeswehr in Strausberg

Das Zentrum für Transformation der Bundeswehr

„Zentrum für Transformation der Bundeswehr“ heißt nun seit Juli 2004 das ehemalige „Zentrum für Analysen und Studien der Bundeswehr“ in Strausberg. Geändert haben sich jedoch wiederum nicht nur Name und Standort, vielmehr entsteht am neuen Standort Strausberg eine Denkschmiede, die das Bundesministerium der Verteidigung in Berlin und Bonn unterstützt, die Zukunft der Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland zu gestalten. Überzeugende Expertise und breites Wissen sollen die Leistungsfähigkeit des Zentrums kennzeichnen. Neue Leistungsbereiche entstanden oder sind im Aufwuchs. Die Neuausrichtung des Zentrums ist die Reaktion auf ein sich schnell und grundlegend veränderndes sicherheitspolitisches Umfeld.

Das Zentrum für Transformation der Bundeswehr (ZTransfBw) unterstützt hierbei das Bundesministerium für Verteidigung (BMVg) bei Aufgaben für die zentrale Steuerung des Transformationsprozesses, für den Hauptprozess der Bundeswehrplanung, für die Planung,Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Einsätzen,Übungen und Experimenten sowie für Operations Research und Modellbildung und Simulation Darüber hinaus unterstützt das ZTransfBw militärpolitische Planungs- und Entscheidungsprozesse des BMVg.

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Aussichten

Die Arbeitsweise des Zentrums war und wird auch weiterhin geprägt sein von einem breit angelegten interdisziplinären Ansatz, der beispielsweise auch rechtliche und rüstungstechnische Fragestellungen einbezieht. Um den gestiegenen Erwartungen und Anforderungen an das Zentrum gerecht zu werden, waren zahlreiche Veränderungen erforderlich und sind es auch weiterhin. Die Verlegung des Stammhauses von Waldbröl nach Strausberg verdeutlicht zudem: das Zentrum und seine Mitarbeiter gehören dorthin, wo der Beratungsbedarf herrscht, in die unmittelbare Nähe der Metropole deutscher Sicherheits-, Verteidigungs- und Militärpolitik sowie Bundeswehrplanung.

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Stand vom: 21.05.2008 | Autor:

http://www.zentrum-transformation.bundeswehr.de/portal/a/ztransfbw/uber_uns/historie